Freitag, 6. Februar 2015

Fahrn fahrn fahrn auf der Autobahn

Für die Informatiker und sonstigen Kellerkinder und Couchpotatoes unter unseren Bloglesern sei nochmal kurz erwähnt: Es ist tatsächlich Winter geworden. Und das nicht nur in Deutschland. In Spanien im Zelt hatten wir gelegentlich Nachtfrost, und auf den Hügeln rund um Barcelona liegt Schnee. Und ganz schön frisch ist es, da vermag auch die spanische Sonne nicht viel auszurichten.
Es hat einige Überlegungen und Diskussionen gebraucht. Aber als wir bei blablacar - für die Nichtinformatiker unter unseren Bloglesern: Das ist eine internationale Internetversion von Mitfahrzentralen und grade voll modern -  einen Ford Transit in Richtung Mulhouse/Freiburg gefunden haben konnten wir der Versuchung nicht widerstehen. Wir machen Frankreich im Schnelldurchgang und schauen mal, wie sich die Polarluft in der Heimat so anfühlt.
Wenn alles gut geht haben wir jetzt noch vier Tagesetappen bis nach Hause.
Mama, wir kommen heim...

Donnerstag, 5. Februar 2015

Voll die Gaudi

Ja, ihr habt richtig gesehen, unser Track unter Aktuelles hat sich seit ein paar Tagen nicht aus Almenara wegbewegt. Almenara war schön, wir sind da auch zwei Tage geblieben - aber dann sind wir mit dem Zug weiter nach Barcelona. Uns ist ein bisschen die Zeit weggerannt, da wir uns mit einer Freundin in Barca treffen wollten. Im Gegensatz zu den Marokkanern stellen sich die Spanier wegen einem Fahrrad im Zug auch nicht so an.
In Barca ist dann wieder Sightseeing auf dem Programm, und spanische Lebensfreude. Tapas, Paella, Churros etc. Und die Werke von Gaudí natürlich, allen voran die Sagrada Familia, eine grandiose Basilika, die immer noch im Bau ist. Und den Gaudí Park.
Wir machen sogar - und das zum ersten Mal auf unserer Reise - eine Stadtführung mit.
Und nebenbei bereiten wir uns auf unsere Rückkehr vor. Wir haben eine kleine Wohnung in Karlsruhe. Die haben wir zwar noch nie gesehen, aber sie wird schon gut sein. Jan steht wieder in Kontakt zu seiner Firma, und Irina fängt an, an ihrer beruflichen Karriere in Karlsruhe zu basteln. Alles bewegt sich wieder in Richtung Spießerleben...

Donnerstag, 29. Januar 2015

Agrarwunderland

In Spanien gibts im Winter die tollsten Dinge. Orangen-, Mandarinen-, Zitronen- und Grapefruitbäume drängen einem die reifen, leckeren Früchte zu hunderttausenden auf. Anfangs sind wir noch etwas schüchtern. Wir sitzen am Wegrand, die Nasen 20 cm von Mandarinen weg, und warten, dass der alte Mann endlich weg ist. Der plappert uns auf Spanisch zu. Alles, was wir verstehen, heißt: Stellt euch nicht so an. Und er fängt an, die Mandarinen für uns zu klauen. Er hat sein ganzes Leben in der Finca gearbeitet, er darf das...
Orangen geben eine tolle Zwischenmahlzeit bei Pausen ab, und bringt uns noch ein paar Kilometer weiter.
Und dann fahren wir bei Almeria noch kilometerweit durch Gewächshäuser. Man fühlt sich wie in einem Tunnel, rechts und links teils ein Kilometer nur graue Gewächshauswände, eins direkt ans andere gebaut, man kann nicht mal dazwischen durch gucken. Drin wachsen Tomaten, Paprika, Pepperoni - und wir kommen nicht dran. Alles eingezäunt, Wachhunde überall.
Ein Stück weiter nördlich weichen die Gewächshäuser normalen Äckern. Artischocken, Brokkoli, Kohl und diverse Salatsorten. Und auf den abgeernteten Feldern ist noch so viel übrig, dass wir uns reichlich an den Resten bedienen können.
Der Zahn der Zeit nagt an unserem Material. Die Pullis bekommen Löcher, der Zeltboden hat auch schon welche, unser Kocher mag spanisches Benzin nicht, und manche anderen Sachen sind auch eher improvisiert. Es ist irgendwie langsam Zeit heimzukommen.
Daran arbeiten wir auch fleißig. Wir sind 12 Tage am Stück geradelt, und sind gestern durch Valencia durch. Bis Barcelona werden wir dann den Zug nehmen, wir haben da ein Date. Und organisatorisch sind wir auch schon am werkeln.
Juhuu, wir haben gestern die Zusage für eine kleine Wohnung in der Karlsruher Innenstadt ab 1.3. bekommen. Jetzt müssen wir nur noch ein bisschen mit Krankenversicherungen hin und herkaspern, Irina nennt Job suchen, und dann sind wir auch schon wieder ganz normale Spießer...
Wir haben die nicht geklaut, wir haben die klauen lassen.
Unser Jamon leidet ziemlich unter unserem Hunger
Hier ist leider kein rankommen...
Kilometerweise Gewächshäuser

Freitag, 16. Januar 2015

Costa del sol

Es ist zwar echt viel los auf den Straßen hier an der Küste, gestern abend wurden wir jedoch reich entlohnt. Nach dem Aufstellen unseren Zeltes am Strand haben wir entdeckt, dass die Felsen im Wasser voller Miesmuscheln sind. Yamiii... Ach, und Seesterne kann man auch ausschlecken. Diese aber nicht selbst gesammelt...

Donnerstag, 15. Januar 2015

Andalusien

Cadiz - Sevilla - Ronda, und anschließend zurück zu der Costa del Sol... Eine kurze Sightseeing Tour durch Andalusien ohne unsere Räder, sondern wie ein ganz normaler Tourist mit Tasche auf dem Rücken und einem Zugticket im Gepäck. Wir gucken uns die massiven katholische Kathedralen an, laufen durch die Altstädte, essen Tapas bis zum Abwinken und weil wir schon mal hier sind, an dem Ort wo der beste Schinken der Welt gezüchtet wird, holen wir uns kurzerhand einen.
Nur ein Problemchen gab es mit dem Schinken, das bei jedem, der uns beim Schinken schneiden gesehen hat, ein lautes Lachen ausgelöst hat. Unser Messer, Jans Opinel, hat eine Klinge von etwa 5 cm. Das sieht doof aus, wenn das Fleisch 10 cm dick ist - siehe Foto unten.
Mit einem Devisen Einsatz von etwa fünf Euro konnten wir aber auch das Problem lösen.

Kurze Einführung für die Liebhaber Schinkenwelt: Der Schinken kommt von den dunkelen Schweinen, die ihr Leben lang frei in der Natur leben und sich ausschließlich nur von den Eichen ernähren. Die sind mit Wildschwein gekreuzt, deswegen haben die schwarze Klauen, somit unterscheidet man auch die Qualität des Fleisches. Das qualitativ hohe Schinken darf nicht mager sein und ist von den Fett durchzogen. In dem Fett steckt der nussige Geschmack, der den Schinken so yamii macht. Tja, du bist was du isst, fällt mir dazu nur ein.

Jamon de Bellota
Und falls der Schinken unsere Heimfahrt über lebt, seid ihr herzlich auf eine Geschmacksprobe eingeladen...

Dienstag, 13. Januar 2015

Und wieder raus aus der Eurozone

Es gibt da einen großen Felsen auf einer kleinen Halbinsel im Mittelmeer. Und weil sich an dem Felsen immer Wolken stauen und aberegnen hatten die Spanier keine Lust mehr auf den Felsen. Viel Regen - das kam den Briten gelegen. Also haben die sich das vor ein paar Jahrhunderten unter den Nagel gerissen.
Es gibt nur eine Straße nach Gibraltar. Und da Gibraltar sehr klein ist und Flughäfen tendenziell groß sind führt die Straße über die Start- und Landebahn. Wenn ein Flieger kommt oder geht wird die Straße kurz gesperrt. Danach geht wieder weiter über den Flugplatz.
Gibraltar ist der einzige Ort in Europa, wo Affen wild leben. Also, ich mein jetzt nicht die Briten, sondern die Makaken, die mit ihrer stattlichen Größe auf den Burgruinen rumklettern.
Aber nach einem Tag, wenn man bei den Briten einen schwarzen Tee getrunken hat, hat man dann auch alles gesehen, und man kann ruhigen Gewissens ins Euro Land zurück. Ist auch alles viel billiger da.

Donnerstag, 8. Januar 2015

Heute vor einem Jahr und einem Tag

Es ein wunderschöner sonniger Tag in Spanien. Der Sonnenaufgang versteckt sich fröhlich hinter einer winzigen Wolcke, sodass die Sonne nur mit ihren hübsch gelb-grellen Strallen durchscheint. Eine Stunde später geht die Sonne für uns auf, wir sind nämlich gestern von Afrika nach Europa "gehüpft" Wir konnten es einfach nicht erwarten wieder an dem Heimatkontinent anzukommen. Deswegen haben wir unsere Räder gepackt, uns in ein Bus, Fähre, Bus gesetzt um endlich am heimischen Boden anzukommen. Nun sind wir da. YAPPIIIIII und das an dem Tag wo wir vor einem Jahr das schöne Deutshland verlassen haben. Naja ein Jahr und ein Tag danach!