Donnerstag, 12. Juni 2014

Die russischen Alpen, das Altai Gebirge

Dienst Stadt Gorno Altaisk ist das Tor zu der Respublik Altai. Ab dem Punkt hat für uns die russische unendlich scheinende Weite aufgehört und der unberührten Natur des Gebirges Platz gemacht. Auf unserem ersten Pass im Altai, dem Siminsky Pass,1600 Meter über dem Meeresspiegel,  ist es nicht nur verregnet, sondern auch ziemlich ar... kalt. Der Hostelbesitzer empfängt uns in voller Regenmontur mir Regenstiefeln und erzählt uns, dass es sogar im Sommer hier schneien kann. Deswegen hat er trotz, der noch nicht angefangenen Saison immer ein Waldhäuschen geheizt. Wir können uns ein Zimmer aussuchen, es ist keiner da. Das eine von den drei Häuschen liegt mitten im Zedernwald. Sehr ruhig und mollig warm geheizt. Super nach einem Regentag. Da macht uns sogar der frisch gefallene Schnee am nächsten Morgen nichts aus. 


Wir starten unsere Altai Durchquerung fröhlich mit dem Rückenwind abwärts den Pass. Wir fahren den Chuyski Trakt Richtung der Mongolischen Grenze. Ein asphaltierter Weg mitten durch die "Wildnis" so kommt es manchmal vor. Der Trakt führt an einem Fluss entlang. Rechts und links befinden sich im Abstand von 40km kleine Dörfer, wo man Brot, Wurst, Käse auffrischen kann. Doch dadurch, dass der Chuyski Trakt nicht grade ohne Höhenmetter und damit zusätzlich verbundene Anstrengung auskommt, kommt diese Entfernung uns nicht grade wenig vor. Dafür werden wir aber mit Wasserfällen, Höhlenmalereien und Gletscheraussicht direkt von dem Trakt aus, belohnt. Und es geht immer wieder an das Flusstal runter. Dort stehen kleine hölzerne Einzimmerhäusschen zum mieten. Zwar ohne Wasseranschluss und Heizung. Dafür aber mir einem Holzofen und einem Restaurant in der Nähe. Eine Nacht gönnen wir uns das.  VIDEO 8215







Ansonsten wurde uns erzählt,  dass die Altaibewohner sehr naturverbunden sind. Trotz des Tourismus stellen die sich quer eine Infrastruktur auszubauen. Das ist ein der größten Unterschiede zu den Alpen. Wenn man in die Berge des Altais reinfährt, sieht man keine Hinweisschlider. Man hat nur Feldwege, die in die Dörfer führen und rundherum nur wilde Natur. Echt beeindruckend.



Aber das schönste kommt erst am Schluss. Der km 820 des Chuyskis Traktes eröffnet eine ganz neue Aussicht. Rund herum eine klare Sicht auf die vollgeschneiten 3Tausender Giganten. Und das letzte Dorf in Russland, Kosh Agach sieht aus wie gemallt. Dort verbringen wir drei Tage um uns mental und körperlich auf die Mongolei vorzubereiten.  Dort finden wir auch ein Hotel mit WiFi, ein Luxus in dieser verlassenen Region. Die Besitzer sind so dermassen freundlich. Wir genießen es. Und beim Rausgehen scheint es immer wieder unreal. Dieses kleine Dorf, mitten in den Dreitausendern, als ob wir in einem Bild wohnen. Der Knaller!

Wir wissen nicht genau, ob wir alle nötigen Papiere für den Grenzübertritt zusammen haben. Wir machen uns aber optimistisch auf den Weg in Richtung Taschanta - die mongolische Grenze. Unser Projekt für die letzten drei Wochen ist komplett. 



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